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Seele

Gerade für einen Künstler ist das Thema Seele von grundlegender Bedeutung. Mit seiner Arbeit Geld zu verdienen, von dem man leben kann ist sicher wichtig. Ob dies durch die Kunst erfolgt, ist weniger wichtig. Das können auch nur die wenigsten. Wie immer eine Tätigkeit zum Unterhalt auch aussehen mag, sie nährt kaum die Seele.

Kunst gestalten und mit der Kunst leben, dass nährt die Seele.
Über die Kunst können Seelen miteinander kommunizieren, über alle sprachlichen, politischen und zeitlichen Grenzen dieser Welt.

 

Streuobstwiese
100 x 100 cm XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand


Die Seele baumeln lassen ...

Dieser Spruch stammt aus dem Buch Schloss Gripsholm von Kurt Tucholsky. Gemeint ist damit, Balance (wieder) zu finden in einer stressigen Zeit. In Ruhe und Harmonie den inneren Frieden erlangen. An Orten der Ruhe oder der Freude. Zu Hause im stillen Kämmerlein, im Garten oder im Urlaub am Strand mit Gleichgesinnten. Die Seele baumeln lassen hat viele Gesichter. Ob es als Wellness oder Chillen bezeichnet wird. Es bedeutet aber nicht nur zur eigenen Mitte zu finden, sondern auch neue Kraft zu tanken.
Aber, warum die Seele baumeln lassen, und nicht den Körper? Ist nicht er es, der ausgebrannt und ohne Kraft ist? Ist nicht er es, der neue Energie braucht? Doch kein Mensch spricht im Positiven davon, den Körper baumeln zu lassen.
Einen Ort der Entspannung und Erholung zeigt die Streuobstwiese. Sie ist eine Mangelware für Stadtmenschen.

Lavendeltal in der Provence

80 x 80 cm XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand


Die Seele von etwas sein ...


Der südfranzösische Schriftsteller Jean Giono hat es einmal so formuliert, dass der Lavendel die Seele der Haute Provence sei. Seit Jahrtausenden bezaubert die Pflanze mit ihrem intensiven Blau der Blüten und mit ihrem Aroma die Menschen. Sie beruhig Geist und Sinne. Auch der Dichter William Blake schrieb - wenn aus so winzigen Blüten solch ein Duft strömt, so ist das, als ob die Ewigkeit ihre unvergänglichen Tore öffnet.
Perser, Griechen und Römer nutzten den Lavendel in der Medizin. Ihre Soldaten nutzten ihn als Wundarznei und zur Beruhigung der Nerven. Für Julius Cäsar war ein Tag ohne ein Bad in Lavendel undenkbar. Der Name leitet sich daher auch vom Lateinischen Lavare (waschen) ab.

In den Tälern der alpinen Provence sind die leuchtend-violetten Lavendelblüten ein markanter Kontrast zum roten Klatschmohn und den grellgelben Getreidefeldern. Nach der Ernte im Sommer liegt in den Dörfern ein betörender Duft in der Luft. Ein leichter Wind trägt ihn aus den Bauerhöfen durch Olivenhaine in die engen Täler. Die endlos langen Reihen gepflanzter Lavendelbüsche sind abgeerntet und nun riecht es überall nach Lavendel, den die Bauern zu einer wohlriechenden Essenz destillieren.

Seelenverwandte
100 x 100 cm XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand


auch Sünder haben eine Seele ...


... stammt aus dem Roman "Die Farbe Lila" (orig. The Color Purple) der amerikanischen Autorin Alice Walker. Er wurde 1982 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Steven Spielberg verfilmte den Roman im Jahre 1985. Obwohl ich lieber einen Roman lese, als ihn verfilmt zu sehen (der Phantasie sind dabei mehr Freiräume gegeben), finde ich den Film als einer der besten, die ich je gesehen habe.
Meine Lieblingsszene in dem Film beginnt mit einem Spiritual in einer kleinen Dorfkirche, das die Sängerin Shug im nahen Jazzlokal hört. Sie zieht spontan singend mit ihren Fans zur Kirche hinüber, in der ihr Vater Pastor ist. In der Kirche umarmt sie ihren Vater mit den Worten, siehst Du, Daddy, auch Sünder haben eine Seele.
Das Bild zeigt eine Szene aus dem Film, in der Celie (gespielt von Whoopi Goldberg) zusammen mit der Geliebten ihres Mannes, der Bluessängerin Shug Averey, durch eine Wiese mit lila Blüten gehen. Die beide sind Seelenverwandte und Shug holt Celie langsam aus ihrer Lethargie. Sie weckt ihr Selbstbewusstsein und befreit ihre Seele von einer langer Zeit der Unterdrückung.


Tango in Sankt Petri
100 x 100 cm XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand


Beim Tango Argentino tanzt die Seele mit


Gerade waren wir noch in Sankt Petri in Dortmund zum Tango Argentino Abend. Die Kirche ist eine der wenigen, die ein Parkett aufweisen. Und da die dortige Pfarrerin begeisterte Tango Tänzerin ist, gibt es fast jedes Vierteljahr dort einen Einführungsabend mit anschließendem offenem Tanz. Natürlich muss es zum Thema Seele auch ein Tango Argentino Bild geben. Und welcher Ort wäre dazu besser geeignet als eine Kirche.

Das Bild zeigt einen Bandoneon-Spieler im Vordergrund. Er lehnt an einer der Kirchensäulen. Im Hintergrund sieht man ein Tanzpaar vor der Verglasung des spätgotischen Flügelaltars. 
Als Vorlage diente mir ein Bild von Willem Haenraets, die vielen Abbildungen des Inneren der Petri-Kirche und die große Fülle von Tanzszenen im Internet.


Olivenbäume und Klatschmohnwiese
80 x 80 cm XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand


Jeder hat eine Seelenlandschaft ...

... die die eigene Psyche wiedergibt. Seine Stimmungen und Gefühle ausdrückt. Seelenlandschaften sind daher auch immer unterschiedlich und haben doch vieles gemeinsam. In ihnen kommt man zur Ruhe. Sie geben Entspannung und Frieden. Es sind auch immer Orte vollkommenen Glücks. Ungern verlässt man sie und kehrt doch gestärkt von ihnen zurück.
Es kann das Meer sein, eine Küste, ein Tal, ein Gebirge, ein Wald oder wie hier eine Blumenwiese. Immer ist es auch ein schöner Anblick für die Augen. Denn wenn umgekehrt die Augen der Spiegel der Seele sind, dann spiegeln sich solche Anblicke über die Augen auch in der Seele wieder. Ein sonderbarer Zustand stellt sich ein. Doch wir nehmen diese Landschaften auch in uns mit und rufen sie leider viel zu wenig ab.


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© Harald Nahrstedt
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Stand: 17.08.17