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Provence
Duftend violette Lavendelteppiche inmitten grüner Obstgärten. Olivenhaine neben Weingärten. Natursteinhäuser mit hellroten Ziegeldächern. Schmale schattige Gassen mit steilen Hauswänden. Schläfrige Katzen an sonnenwarmen Plätzen. Liebevoll gepflegte Pflanzen in Kübeln. Vollkommene Stille bis auf das Plätschern eines Brunnens. Ein provenzalisches Dorf während der langen geruhsamen Mittagsstunden. Der Inbegriff des Wunschtraums "wie Gott in Frankreich" zu leben.

Die alpine Provence gehört immer noch zu meinen Lieblingsmotiven. Sie ist eine Region des Lichts, der Farben und der Düfte.
Lavendeltal in der Provence

80 x 80 cm
Öl auf Leinwand, XL Keilrahmen

Der südfranzösische Schriftsteller Jean Giono hat es einmal so formuliert, dass der Lavendel die Seele der Haute Provence ist. Das Blaue Gold wussten schon die Römer zu schätzen.
In den Tälern der alpinen Provence sind die leuchtend-violetten Lavendelblüten ein markanter Kontrast zum roten Klatschmohn und den grellgelben Getreidefeldern. Nach der Ernte im Sommer liegt in den Dörfern ein betörender Duft in der Luft. Ein leichter Wind trägt ihn aus den Bauerhöfen durch Olivenhaine in die engen Täler. Die endlos langen Reihen gepflanzter Lavendelbüsche sind abgeerntet und nun riecht es überall nach Lavendel, den die Bauern zu einer wohlriechenden Essenz destillieren.

Obstbäume in der Provence

50 x 70 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt Obstbäume in der Blüte, die auf einem Feldrain zwischen Rapsfeldern stehen.

Die Provence ist auch eine Landschaft der Stille und Einkehr, ein Fluchtpunkt für alle, die der urbanen Hektik für kürzere oder längere Zeit entfliehen wollen. Diese Eigenschaft hat wohl auch dazu beigetragen, dass die Provence zur vielleicht größten Künstlerkolonie der Welt geworden ist, was ihr bis heute ein unverwechselbares Flair verleiht.
 
Sonnenblumenfelder in der Provence

50 x 70 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt ein Nutzgebäude inmitten von Sonnenblumenfeldern. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wenn die Blütenköpfe mit der Sonne wandern.

Die Provence ist ein Land, das mit seinen Grundfarben Rot (wie der Mohn), Gelb (wie die Sonnenblumen), Grün (wie die Platanen- und Pinienwälder) und Blauviolett (wie die üppigen Lavendelfelder) seit jeher romantische Gemüter angezogen hat. Vor allem ist es aber auch ein Land, in dem es auf tausenderlei Weise duftet: nach Rosmarin, Thymian, Salbei, Basilikum, Minze, Portulak und provenzalischen Kräutermischungen.
 
Lavendelfelder im Departement Vaucluse

70 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt einen alten Olivenbaum in einem alten Lavendelfeld. Dahinter sieht man die Reihen eines bewirtschafteten Lavendelfeldes.

Strahlende Sonne und blauer Himmel, alte Oliven- und fruchtbare Obstbäume sowie riesige, berauschend duftende Lavendelfelder prägen die Landschaft der Provence. Ein Hauch von Knoblauch und Rosmarin, Olivenöl und Ziegenkäse liegt in der Luft. Die einheimische Küche ist vielfältig und wird von aromatischen Zutaten bestimmt.
 
Haus im Lavendelfeld

50 x 70 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt ein Haus mit drei Pinien in einem Lavendelfeld.

Im Spätsommer weht durch Südfrankreich der Duft frischen Lavendels. Sein ätherisches Öl ist in der Kosmetikbranche heiß begehrt: Es hilft gegen Verspannungen, Hautunreinheiten und Tränensäcke. Mit den vielen Eigenschaften des "blauen Goldes" verdienen provenzalische Bauern gutes Geld. Im Juli gleicht die Provence einer illegalen Schnapsbrennerei zu Zeiten der Prohibition. Aus Schuppen, Scheunen und Hallen steigen schwere, duftende Rauchfahnen in die Luft. Überall dampfen große Kessel, aus denen die wertvollen ätherischen Öle der Aromakräuter über Schläuche und Rohre eingefangen werden. Während der kühle Mistral den Duft betörend leicht über Felder, Straßen und Ortschaften hinweg wirbelt, fühlt man sich in der Destilliere wie eingeschlossen in einem Dampfbad, in dem am laufenden Band Kräuteraufgüsse gemacht werden.
 
Van Gogh-Brücke bei Arles

40 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt den heutigen Nachbau der Brücke, die von van Gogh gemalt wurde.

Am 20. Februar 1888 bestieg Vincent van Gogh den Zug nach Arles, da ihn die leuchtenden Farben des Südens anzogen. In Arles bezog er ein kleines Zimmer in einem Restaurant. Hier brachte Vincent seinen Stil - beeinflusst durch die umgebende Landschaft - zur Vollendung.

Die "Brücke von Langlois bei Arles" malte er mehrfach. Die Bilder weisen Merkmale des Impressionismus auf, gehen aber auch darüber hinaus. Die als Schatten erkennbare Frau mit Schirm auf der Brücke, die lockere Pinselführung auf der Wasseroberfläche, das Unterdrücken von Licht und Schatten oder die helle mit Blau und viel Weiß unterstützte Farbgebung erinnern an den Impressionismus. Die Verwendung der Farben sind aber nicht mehr nur Ausdruck einer "Impression", sondern sie zwingen den Blick des Betrachters durch ihre expressive Ausstrahlung auf die konkreten Gegenstände. Die Komposition ist übersichtlich und die einzelnen Motive sind klar voneinander getrennt.
 
Vaison la Romain

40 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt eine römische Brücke über die Ouvèze, die den neuen Stadtteil mit dem alten verbindet.

Das geschichtsträchtige Dörfchen liegt in der Provence, zwischen Rhône-Tal und dem von Radfahrern gefürchteten Mont Ventoux. Hier tummelten sich schon die alten Römer, einige hundert Jahre später auch der französische Adel. Weinliebhabern ist Vaison la Romaine ebenfalls ein Begriff: An den Hängen der Umgebung reifen die Trauben für den „Côtes du Rhône“.

Prächtige Straßen, prunkvolle Bauten, ein antikes Theater: Die Römer zogen alle Register ihrer architektonischen Kunst und errichteten vor etwa 2000 Jahren nahe des heutigen Vaison la Romaine eine feudale Stadt. Anfang des 20. Jahrhundert wurden auf einer ca. 15 Hektar großen Fläche Teile der ehemals prächtigen Provinzstadt ausgegraben. Wer wissen will, wie gutsituierte Römer in Saus und Braus lebten, kann sich hier ein umfassendes Bild davon machen.

In Vaison la Romaine hat auch das Mittelalter überlebt. Auf einem kleinen Hügel stehen die Häuser der Altstadt. Darüber thront das Schloss der Grafen von Toulouse, das 1195 erbaut wurde. Die alten Gebäude trotzten erfolgreich Kriegen und den Naturgewalten. Wer sich in die verwinkelten Gassen der Altstadt begibt, reist in der Zeit einige hundert Jahre zurück und erlebt Mittelalter pur.
 
Kloster Sénanque

40 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt das Kloster und dessen Lavendelfeldern, die von den Mönchen gepflegt werden.

Das Geheimnis von Sénanque unweit der alten Vaucluse-Stadt Gordes liegt hinter den Mauern von Kirche, Schlafraum und Kreuzgang. Während von außen die schlichte aber ausdrucksstarke Architektur der Zisterzienser fasziniert, wirkt im Inneren das Licht des Midi. Sein Schattenspiel an den kargen Mauern der Apsis verändert sich im Rhythmus der Tageszeiten. Vom frühen Morgengebet bis zum Sonnenuntergang bezeugen Mönche ihren Glauben und füllen den erhabenen Kirchenraum zuweilen mit ihren Gesängen. Selbst der Rastlose verlangsamt in dieser Atmosphäre das Gehtempo und senkt die Stimme. Immerhin finden sich an einem Sommertag bis zu 1300 Touristen und Pilger aus aller Welt in Sénanque ein.

Es waren die Zisterzienser, die den von den Griechen und Römern in das Land gebrachten Wein erstmals so richtig hegten und pflegten. Sie versorgten sich mit dem Öl des Olivenbaums und nutzten die Wirkstoffe des Lavendels. Bis heute sind es diese Produkte der Provence, mit denen sich die Mönche von Sénanque ihren Unterhalt sichern. 1988 waren sie nach langer Unterbrechung hierher zurück gekehrt, um nach dem Ideal von Armut und Bescheidenheit des Heiligen Bernhard von Clairvaux zu leben.
 
Blick auf Aurel

40 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt einen Blick auf Aurel. Im Vordergrund stehen blaue Lilien.
Aurel ist eine französische Gemeinde im Departement Drôme und der Region Rhône-Alpes. Das abgelegene Dorf in der Provence mit 220 Einwohnern (2006) ist über eine kleine asphaltierte Straße, etwa 1 Stunde von der Autobahn bei Valence, zu erreichen. Errichtet wurde die Gemeinde z. T. an einem steilen Felsen. Die Häuser dort sind teilweise nur zu Fuß zu erreichen.
Aurel war vom 13. Jahrhundert bis zur Zeit der Französischen Revolution Lehensgebiet der Bischöfe von Die. Im 11. Jahrhundert befanden sich dort vier Kirchen, für die Größe des Dorfes eine erstaunliche Anzahl.
 
  Idylle in den Lavendelfeldern

100 x 70 cm
Öl auf Leinwand, XL Keilrahmen

Das Bild zeigt einen festlich hergerichteten Tisch mit zwei Stühlen am Rande eines Lavendelfeldes im Schatten eines Feigenbaumes.

Für viele ist die alpine Provence die "wahre" Provence. Ihre verschlafenen Dörfer und die unberührt scheinende Natur geben der Landschaft etwas Ursprüngliches. Maler wie van Gogh, Gaugin, Cezanne und Matisse haben Licht und Farben der ewigen Provence ein für allemal eingefangen. Ihre Bilder leuchten in allen Museen der Welt und werben für diese wunderschöne Landschaft. Gott selbst, so meinte der Dichter Frederic Mistral, sei Provenzale, habe dort sein Dominizil: "Dieu e prouvencao!".

Kaum eine Region in Europa verfügt über eine solch wilde Vielfalt an Kräutern und Gewürzen wie die Provence. Alle möglichen Küchenkräuter begegnen einem ständig bei den Wanderungen durch die einzigartige Landschaft der Provence. Auf den Wochenmärkten der Region und in Städten wie Marseille oder Nizza feilgeboten, geben sie den Speisen in heimischen Lokalitäten ihr Gesicht. Ob in der Bouillabaisse oder dem geschmorten Rindergulasch (Daube provencale) oder einfach in der Aioli – ohne Kräuter der Provence undenkbar.

Allerdings nicht nur die Kräuter machen die Provence zu einem besonderen Erlebnis. In der Nähe von Nizza liegt die Stadt Grasse. Hier befinden sich die großen und weltberühmten Lavendelfelder der Provence. Der Lavendelduft – wer möchte ihn missen. Abgesehen davon, dass das Lavendelöl für viele Parfüms verwendet wird, erhält die Landschaft hier ihr buntes Gesicht. Aber, auch ausgezeichnete Olivenöle kommen aus der Region um Avignon, dem mittelalterlichen Sitz des Papstes. Nicht zu vergessen, die vielen verschiedenen Früchte, die jedes Jahr hier geerntet werden. Bemerkenswert ist vor allem die heimliche Hauptstadt der Melonen, Cavaillon. Die Bauern dieser kleinen Stadt bedienen viele europäische Märkte jährlich mit Obst und Gemüse.
 
Dorf in der alpinen Provence
80 x 60 cm

Öl auf Leinwand, XL Keilrahmen

Das Bild zeigt den Hangweg eines alpinen Dorfes. Links erkennt man ein trockenes Flussbett, das sich schnell in einen reißenden Strom verwandeln kann.

Es gibt einen Dorftyp, der heute als unverkennbar provenzalisch gilt. Ihn findet man vor allem in den Departements Var und Vaucluse. Zu den Gemeinsamkeiten dieser Orte zählen eine eindrucksvolle Berglage und Häuser mit hellroten Ziegeldächern, grünen Fensterläden sowie efeuüberwucherten Mauern aus grobbehauenen Steinen. Charakteristisch sind auch die schlichten, dunklen Kirchen, deren Glockentürme oft mit verspielten Eisenverzierungen gekrönt sind, die Brunnen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die schattigen Plätze und Promenaden sowie die oft menschenleeren Gassen mit Kopfsteinpflaster.
Es gibt auch heute noch Ortschaften die langsam sterben, wie es bis in die 50er Jahre das Schicksal so vieler Dörfer der Provence war. Die verfallenen Orte mit ihrem schaurig-schönen Zauber inspirierten zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Schriftsteller wie Jean Giono zu Werken, in denen die Provence düster und bedrohlich erscheint. Ganz anders als die heitere, idyllische Provence Frederic Mistrals, doch ebenso sagenumwoben und geheimnisvoll.

Mohnfeld in der alpinen Provence

50 x 40 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt eine leuchtende Mohnwiese vor einem Nutzgebäude.

Leuchtend rote Mohnwiesen findet man in der Provence recht häufig. Bei uns erscheinen von Mai bis Juni die scharlachroten Mohnblüten, die auf langen, behaarten Stängeln sitzen. Die Blüten sind sehr vergänglich. Oft sind sie nach einem Tag wieder verblüht, und so sieht man die eiförmigen Fruchtkapseln schon während der Blütezeit.

Lavendelfelder in der alpinen Provence

50 x 40 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt ein Nutzgebäude inmitten blühender Lavendelfelder.

Abseits des Touristenstroms lädt die Haute-Provence zum Wandern ein. Je weiter man nach Süden vordringt, desto karger und spröder wird die Landschaft. Hier hat die Erosion mit dem weichen Kalkstein leichtes Spiel, Schluchten und Kreten zu modellieren. Steineichen, Buchs und Ginster bedecken die Höhenzüge. Dazwischen bilden Terassen voller Lavendel- und Sonnenblumenfelder, Oliven- und Mandelbäume ein bezauberndes Farbenspiel. Es ist das besondere Licht des Südens und der kalte Nordwind, der Mistral, der es zur vollen Geltung bringt.

Dorf hinterm Kornfeld

50 x 50 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt ein Kornfeld und die Umrisse eines Dorfes im Hintergrund.

Nahezu versteckt liegt dieses Dorf hinter dem Kornfeld. Der Mohn überwuchert das Korn und drängt es in den Hintergrund. Links sieht man die Bäume eine Waldes ins Bild ragen. Schon van Gogh fand Gefallen an einem Kornfeld im südlichen Flair und malte das Kornfeld mit Zypressen.


Dorfansicht in der alpinen Provence

50 x 60 cm
Öl auf Leinwand, XL Keilrahmen

Das Bild zeigt die markanten Umrisse eines alpinen Bergdorfes.

Kunst- und Kulturliebhabern bietet die Provence nicht nur römische, gotische und barocke Kunstwerke, sondern auch besonders interessante Architektur: Alte Kirchen und Abteien, im frühen Mittelalter erbaut, die harmonische Gebilde mit wenigen Fenstern zeigen, stehen im Gegensatz zu schlichten Gebäuden mit mehr Fenstern des 12. und 13. Jahrhunderts, während man im barocken 17. Jahrhundert Gebäude fast schon verschwenderisch mit Schnörkeln und Ornamenten verzierte. Kirchen und Abteien aller Epochen sind einen Besuch – und besonders eine Besichtigung wert.

  Treppenaufgang in der Provence

40 x 30 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt einen typischen Treppenaufgang der Provence.
Wenn man durch die kleinen Bergdörfer der Haute-Provence streift, trifft man immer wieder auf solche Treppenaufgänge.

 
    Grand Canyon & Pinie am Weg

40 x 30 cm und 30 x 40 cm
Öl auf Leinwand, Keilrahmen

Das Bild zeigt eine Pinie am Wegrand neben zwei Nutzgebäuden.
Nur wer mit offenen Augen die Provence bereist, finden an jeder Wegbiegung solche idyllischen Motive. Beide Bilder stammen von einer Tour durch die alpine Provence.
 

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© Harald Nahrstedt
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Stand: 24.12.11