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Birken
Die Birke war bereits 2000 Baum des Jahres und wurde es 2009 wieder. Dies zeigt schon ihre Bedeutung.


Die Birke erinnert mich an meine Kindheit. Mein Kindergarten war umsäumt von Birken. In meiner Heimat gab und gibt es noch heute viele Birkenalleen. Auch kann ich mich an Reitturniere zu Pfingsten erinnern, bei denen die Birke als Festschmuck auch eine große Rolle spielte. Im Frühjahr erinnert mich ihr leuchtendes Grün nach einem langen Winter daher immer wieder an diese Zeit und wie herrlich eine unverbrauchte Natur ist.

Junge Birken am Fluss


2 x 100 x 70 cm
XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Das Bild zeigt junge Birken am Fluss (Hintergrund).

Die Birke ist ein sehr widerstandsfähiger Baum. Sie kommt nur in gemäßigten und kalten Klimazonen vor und ist nahezu unempfindlich gegen Wetter und Kälte. Der Name Birke stammt aus dem Indogermanischen und bedeutet so viel wie glänzend und schimmernd. Im germanischen und slawischen Volksglauben spielt die Birke eine große Rolle. Aus dieser Zeit stammt auch der Brauch, einen "Maien" aus dem Wald zu holen und ihn auf den Dorfplatz zu stellen. Damit wurde der erwachende Frühling und die Natur ins Dorf geholt. Noch heute kennen wir den Brauch als Maibaum. Auch zu Fronleichnam säumen in katholischen Ortschaften junge Birkenzweige viele Hausecken, durch die die Prozession führt.

Die Birke ist seit jeher ein vielseitiger Nutzbaum. Die Besenbinder stellten aus ihren Ästen und Zweigen Besen her, die sogenannten Besenreisern. Holzbitzler verwendeten die Wurzelstöcke, um aus ihren verknorpelten Wurzelansätzen Bierkrüge herzustellen. Der Spannmacher verwendete gerne Späne und Schleißen aus Birkenholz, da sie kaum Rauch entwickeln. Früher wurden sie im Winter auch beim Kirchgang zum Leuchten verwendet.

Heute findet man die Birke im Ruhrgebiet auf Zechen-, Industrie- und Gewerbebrachen und auf Halden. Aber auch entlang von Eisenbahnschienen und Straßenböschungen ist sie allgegenwärtig. Bei einem Spaziergang entdeckte ich erst kürzlich ein kleines Exemplar in einer Regenrinne eines alten ungepflegten Hauses einer sonst sehr gepflegten Kleinstadt.

Die Birke erscheint als erste auf Brach-, Trümmer- und Kahlflächen. Sie ist ein echter Pionier und sehr anspruchslos. Bereits sehr junge Bäume blühen und produzieren reichlich Samen. Der verbreitet sich mit Flügeln über weite Strecken und ist auch als Schwimmer unterwegs. Die geringen Ansprüche führen dazu, dass auf großen Flächen schnell Birkenhaine wachsen. Sie haben dann alle das gleiche Alter und mit dieser Pionierarbeit verschönert die Birke die Landschaft. Doch auf die von Birkenblättern verbesserte Erde wandern dann andere Baumarten ein, keimen im Schatten der Birken und verdrängen sie schließlich fast ganz.


Frühling in der Taiga


60 x 80 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand

Das Bild zeigt ein einfaches Holzhaus in der Taiga im Frühling. Umgeben von jungen Birken und blühenden Narzissen. Wer möchte nicht mit seiner Liebe hier einziehen.
Wer kennt die Szene nicht, in der Jurij Schiwago in der Taiga steht. Im Frühling nach einem harten Winter und alles um ihn herum blüht. Beindruckend schildert der Film die Liebe zwischen Jurij und Lara, die Emotionen auslöste, die unvergesslich bleiben. Ihr persönlich, tragisches Schicksal verflochten mit ihrer Zeitepoche. Mit all den Leiden der Revolution und des Krieges.
An seinem ersten und einzigen Roman arbeitete Boris Leonidowitsch Pasternak von 1946 bis 1955. 1958 wurde Pasternak mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. 1965 wurde der Roman von David Lean verfilmt. In den Hauptrollen Omar Sharif und Julie Christie. Der Film bekam fünf Oscars.

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© Harald Nahrstedt
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Stand: 28.07.17