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Junge Birken am Fluss
2 x
100 x 70 cm, XL Keilrahmen
Öl auf Leinwand
Das Bild zeigt junge Birken am Fluss (Hintergrund).
Die Birke ist ein sehr widerstandsfähiger Baum. Sie kommt nur in
gemäßigten und kalten Klimazonen vor und ist nahezu
unempfindlich gegen Wetter und Kälte. Der Name Birke stammt aus
dem Indogermanischen und bedeutet so viel wie glänzend und
schimmernd. Im germanischen und slawischen Volksglauben spielt
die Birke eine große Rolle. Aus dieser Zeit stammt auch der
Brauch, einen "Maien" aus dem Wald zu holen und ihn auf den
Dorfplatz zu stellen. Damit wurde der erwachende Frühling und
die Natur ins Dorf geholt. Noch heute kennen wir den Brauch als
Maibaum. Auch zu Fronleichnam säumen in katholischen Ortschaften
junge Birkenzweige viele Hausecken, durch die die Prozession
führt.
Die Birke ist seit jeher ein vielseitiger Nutzbaum. Die
Besenbinder stellten aus ihren Ästen und Zweigen Besen
her, die sogenannten Besenreisern. Holzbitzler verwendeten die
Wurzelstöcke, um aus ihren verknorpelten Wurzelansätzen
Bierkrüge herzustellen. Der Spannmacher verwendete gerne Späne
und Schleißen aus Birkenholz, da sie kaum Rauch entwickeln.
Früher wurden sie im Winter auch beim Kirchgang zum Leuchten
verwendet.
Heute findet man die Birke im Ruhrgebiet auf Zechen-, Industrie-
und Gewerbebrachen und auf Halden. Aber auch entlang von
Eisenbahnschienen und Straßenböschungen ist sie allgegenwärtig.
Bei einem Spaziergang entdeckte ich erst kürzlich ein kleines
Exemplar in einer Regenrinne eines alten ungepflegten Hauses
einer sonst sehr gepflegten Kleinstadt.
Die Birke erscheint als erste auf Brach-, Trümmer- und
Kahlflächen. Sie ist ein echter Pionier und sehr anspruchslos.
Bereits sehr junge Bäume blühen und produzieren reichlich Samen.
Der verbreitet sich mit Flügeln über weite Strecken und ist auch
als Schwimmer unterwegs. Die geringen Ansprüche führen dazu,
dass auf großen Flächen schnell Birkenhaine wachsen. Sie haben
dann alle das gleiche Alter und mit dieser Pionierarbeit
verschönert die Birke die Landschaft. Doch auf die von
Birkenblättern verbesserte Erde wandern dann andere Baumarten
ein, keimen im Schatten der Birken und verdrängen sie
schließlich fast ganz.
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