Sie sind hier: Lyrik

Rom

In keiner Stadt habe ich mit meiner Kamera so viele Kilometer zurückgelegt wie hier. Ein Taxi ist zu schnell und die U-Bahn dazu noch ohne Aussicht. Nein, Rom will zu Fuß erobert werden. Gibt es doch mit jedem Schritt ein neues Motiv. Und im Hochsommer, wenn sich die Hitze in der Stadt breit macht, kommt zum Leben noch die Nacht dazu.


 


Rom, die ewige Stadt

Vor 2000 Jahren hat der Dichter Vergil
der Stadt ewiges Leben vorausgesagt.
Seither hat sich jedes Viertel verändert,
ist zu Stein gewordene Geschichte.
Rom war immer eine laute Stadt,
Teil eines sehr großen Welttheaters.
Noch immer treffen sich Einheimische
auf den Plätzen, ihrer Lebensbühne.
Hier findet das wahre Leben statt,
von morgens bis spät in die Nacht,
redend und wild gestikulierend,
die Römer und ihre vielen Gäste.
Wo anders als in Rom ist Kultur
der Ausdruck von eigener Identität.
Wer nach Rom kommt um zu sehen
wird die Stadt schon bald auch fühlen.


 


Die Faszination Roms ist die Vielfalt.
Ist das Nebeneinander der Baustile
mit ihren Bögen, Säulen und Gewölben.
Sind die Zypressen und Pinien am Weg.
Sind die vielen Plätze und Brunnen,
die Brücken und die alten Mauern.
Ist auch die gesamte Lage der Stadt,
die sich auf sieben Hügeln verteilt.
Die Faszination Roms ist ihre Vitalität,
mit ihren nie abgeschlossenen Epochen,
die sie stets gegeneinander ausspielt.
Das Alte kann morgen wieder neu sein
und das Neue schon morgen bereits alt.
Rom ist die Stadt die schnell verzaubert,
die nervt, die anregt, die auch fordert,
die verschenkt und die süchtig macht.
Und dann ist da nicht zu vergessen,
Roma liest sich rückwärts: Amor.


     

Hauptseite   Über mich   Ölbilder   Zeichnungen   Lyrik   Events   Atelier   Kontakt   Links   Presse  

© Harald Nahrstedt
(Die Seiten wurden für die Bildbreite 800 Pixel optimiert)
Stand: 04.09.16