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Nachfolgend sehen Sie die Arbeiten der Künstlerin Gisela Engert zum Thema. |
Copyright by Gisela Engert |
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Die Zartheit der Seele und auch deren Empfindsamkeit sind
Themen dieser Bildserie.
Es geht mir in meinen Werken um die Darstellung von Emotionen und der Vielschichtigkeit von Erlebnissen, deren Spuren sich wie Sedimente im tiefsten Inneren des Menschen ablagern und genau das definieren, was jede Seele einzigartig werden lässt. Diesen Vorgang versuche ich in meinen Bildern sichtbar zu machen und das beschriebene Geschehen findet eine Entsprechung in meinem Malprozess. Die Farbgebung meiner Bilder entspringt den Gefühlen, welchen ich in der jeweiligen Arbeit Ausdruck verleihen möchte und denen ich eine bestimmte Farbpalette zuordne. Während des Malvorgangs vollziehe ich dann mittels Pinselführung und Einsatzes anderer Malutensilien gestisch Empfindungen nach, die ich darzustellen beabsichtige. Da ist zum Beispiel der heftig impulsive Pinselschwung mit kräftigem Farbauftrag einerseits, gefolgt von anderseits zart aufgetragenen Lasuren.
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Reliefartige Strukturen oder geschabte und gekratzte Partien
werden danach wieder zum Teil mit leichtem Farbfluss überlagert
und betonen den oft haptischen Charakter meiner Bilder. Details
werden herausgearbeitet oder auch wieder partiell übermalt. So versuche ich ein Bild von Gefühlen zu schaffen und das Unsichtbare sichtbar zu machen, da die uns umgebende Welt nicht nur aus real erkennbaren und mit Verstand begreifbaren Geschehnissen und Zusammenhängen besteht, sondern gleichermaßen auch aus Gefühlen und sensitiv Erlebtem. So wie jede Erinnerung nicht nur mit Bildern und Worten einhergeht, sondern auch damit verbundene Emotionen hervorruft, versuche ich während des Malprozesses teilweise verschüttete Gefühle wieder aufzudecken und partiell verblasste Erinnerungsbilder aufsteigen zu lassen, um all dieses mit dem aktuellen Geschehen in Verbindung treten zu lassen. Die Werke wirken allesamt auf den ersten Blick abstrakt, beim näheren Anschauen jedoch, lassen geheimnisvolle Transparenz und die fragmentarische Darstellung von Vertrautem dem Betrachter die Freiheit zu ganz individuellen Assoziationen und Interpretationsmöglichkeiten.
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Nachfolgend sehen Sie meine Arbeiten zum Thema. |
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Streuobstwiese 100 x 100 cm XL Keilrahmen Öl auf Leinwand
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Die Seele baumeln lassen ... Dieser Spruch stammt aus dem Buch Schloss Gripsholm von Kurt Tucholsky. Gemeint ist damit, Balance (wieder) zu finden in einer stressigen Zeit. In Ruhe und Harmonie den inneren Frieden erlangen. An Orten der Ruhe oder der Freude. Zu Hause im stillen Kämmerlein, im Garten oder im Urlaub am Strand mit Gleichgesinnten. Die Seele baumeln lassen hat viele Gesichter. Ob es als Wellness oder Chillen bezeichnet wird. Es bedeutet aber nicht nur zur eigenen Mitte zu finden, sondern auch neue Kraft zu tanken. Aber, warum die Seele baumeln lassen, und nicht den Körper? Ist nicht er es, der ausgebrannt und ohne Kraft ist? Ist nicht er es, der neue Energie braucht? Doch kein Mensch spricht im Positiven davon, den Körper baumeln zu lassen. Einen Ort der Entspannung und Erholung zeigt die Streuobstwiese. Sie ist eine Mangelware für Stadtmenschen. |
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Lavendeltal in der Provence 80 x 80 cm XL Keilrahmen Öl auf Leinwand
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Die Seele von etwas sein ... Der südfranzösische Schriftsteller Jean Giono hat es einmal so formuliert, dass der Lavendel die Seele der Haute Provence sei. Seit Jahrtausenden bezaubert die Pflanze mit ihrem intensiven Blau der Blüten und mit ihrem Aroma die Menschen. Sie beruhig Geist und Sinne. Auch der Dichter William Blake schrieb - wenn aus so winzigen Blüten solch ein Duft strömt, so ist das, als ob die Ewigkeit ihre unvergänglichen Tore öffnet. Perser, Griechen und Römer nutzten den Lavendel in der Medizin. Ihre Soldaten nutzten ihn als Wundarznei und zur Beruhigung der Nerven. Für Julius Cäsar war ein Tag ohne ein Bad in Lavendel undenkbar. Der Name leitet sich daher auch vom Lateinischen Lavare (waschen) ab. In den Tälern der alpinen Provence sind die leuchtend-violetten Lavendelblüten ein markanter Kontrast zum roten Klatschmohn und den grellgelben Getreidefeldern. Nach der Ernte im Sommer liegt in den Dörfern ein betörender Duft in der Luft. Ein leichter Wind trägt ihn aus den Bauerhöfen durch Olivenhaine in die engen Täler. Die endlos langen Reihen gepflanzter Lavendelbüsche sind abgeerntet und nun riecht es überall nach Lavendel, den die Bauern zu einer wohlriechenden Essenz destillieren. |
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Seelenverwandte 100 x 100 cm XL Keilrahmen Öl auf Leinwand ![]() |
auch Sünder haben eine Seele ... ... stammt aus dem Roman "Die Farbe Lila" (orig. The Color Purple) der amerikanischen Autorin Alice Walker. Er wurde 1982 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Steven Spielberg verfilmte den Roman im Jahre 1985. Obwohl ich lieber einen Roman lese, als ihn verfilmt zu sehen (der Phantasie sind dabei mehr Freiräume gegeben), finde ich den Film als einer der besten, die ich je gesehen habe. Meine Lieblingsszene in dem Film beginnt mit einem Spiritual in einer kleinen Dorfkirche, das die Sängerin Shug im nahen Jazzlokal hört. Sie zieht spontan singend mit ihren Fans zur Kirche hinüber, in der ihr Vater Pastor ist. In der Kirche umarmt sie ihren Vater mit den Worten, siehst Du, Daddy, auch Sünder haben eine Seele. Das Bild zeigt eine Szene aus dem Film, in der Celie (gespielt von Whoopi Goldberg) zusammen mit der Geliebten ihres Mannes, der Bluessängerin Shug Averey, durch eine Wiese mit lila Blüten gehen. Die beide sind Seelenverwandte und Shug holt Celie langsam aus ihrer Lethargie. Sie weckt ihr Selbstbewusstsein und befreit ihre Seele von einer langer Zeit der Unterdrückung. |
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Tango in Sankt Petri 100 x 100 cm XL Keilrahmen Öl auf Leinwand ![]() |
Beim Tango Argentino tanzt die Seele mit Gerade waren wir noch in Sankt Petri in Dortmund zum Tango Argentino Abend. Die Kirche ist eine der wenigen, die ein Parkett aufweisen. Und da die dortige Pfarrerin begeisterte Tango Tänzerin ist, gibt es fast jedes Vierteljahr dort einen Einführungsabend mit anschließendem offenem Tanz. Natürlich muss es zum Thema Seele auch ein Tango Argentino Bild geben. Und welcher Ort wäre dazu besser geeignet als eine Kirche. Das Bild zeigt einen Bandoneon-Spieler im Vordergrund. Er lehnt an einer der Kirchensäulen. Im Hintergrund sieht man ein Tanzpaar vor der Verglasung des spätgotischen Flügelaltars. Als Vorlage diente mir ein Bild von Willem Haenraets, die vielen Abbildungen des Inneren der Petri-Kirche und die große Fülle von Tanzszenen im Internet. |
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Olivenbäume und Klatschmohnwiese 80 x 80 cm XL Keilrahmen Öl auf Leinwand ![]() |
Jeder hat eine Seelenlandschaft ... ... die die eigene Psyche wiedergibt. Seine Stimmungen und Gefühle ausdrückt. Seelenlandschaften sind daher auch immer unterschiedlich und haben doch vieles gemeinsam. In ihnen kommt man zur Ruhe. Sie geben Entspannung und Frieden. Es sind auch immer Orte vollkommenen Glücks. Ungern verlässt man sie und kehrt doch gestärkt von ihnen zurück. Es kann das Meer sein, eine Küste, ein Tal, ein Gebirge, ein Wald oder wie hier eine Blumenwiese. Immer ist es auch ein schöner Anblick für die Augen. Denn wenn umgekehrt die Augen der Spiegel der Seele sind, dann spiegeln sich solche Anblicke über die Augen auch in der Seele wieder. Ein sonderbarer Zustand stellt sich ein. Doch wir nehmen diese Landschaften auch in uns mit und rufen sie leider viel zu wenig ab. |
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Wenn es stimmt, dass auf dieser Welt nichts verloren geht und alle Stoffe in einem ewigen Kreislauf immer neue Verbindungen und Strukturen eingehen, warum sollte dies nicht auch für unsere Seelen zutreffen. Ihre Existenz immer vorausgesetzt. Zeitzyklus Warum, wenn alles kommt und geht, aus Alt auch immer Neu entsteht. Wenn also alles was zerfällt durch die Natur wird neu erstellt. Dann bleibt am Ende alles offen und ich kann auf so vieles hoffen. Wenn also alles um mich her neu entsteht als Wiederkehr. Und alles was vorher mal war ist irgendwie ja doch noch da. Warum soll dies Gesetz der Welten nicht auch für meine Seele gelten? ![]() |
Dem Thema Seele kann man sich von der ersten, aber auch von der humorvollen Seite nähern. Ich wüsst gern mehr von meiner Seele Auch wenn ich mich damit nur quäle, ich wüsst gern mehr von meiner Seele. Es lässt mich einfach nicht mehr ruh'n, denn schließlich hat’s mit mir zu tun. Ist sie mir fern oder doch nah, war sie vielleicht schon vor mir da? Stellt sich die letzte Ruhe ein, wird sie auch dann noch nach mir sein? Hab ich sie mir bloß eingebildet, und ist das Ganze nur geschwindelt? Denn vorgestellt hat sie sich nicht und sie besitzt wohl kaum Gewicht. Die Wissenschaft glaubt heut zu wissen, was wir nach unserem Tod vermissen sind ein paar lächerliche Gramm. Zu wenig für so viel Tamtam! Ich werde nur bewusst so leben, als sollte es sie wirklich geben. Vielleicht ist sie es, die dies schreibt, am Ende werd ich sehn was bleibt. zur Lyrikseite ... |
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Fotos zur Ausstellung |
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